Indienhilfe Siegburg Prem Sadan e.V.

Mädchenschicksale 2013

Um 70 Mädchen kümmern sich die Helpers of Mary in Prem Sadan. Dahinter verbergen sich 70 Einzelschicksale, über die uns Sr. Regina immer wieder berichtet; diesmal über die Geschwister Maria und Crassie, die aus dem großen Slum Malwani ganz in der Nähe von Prem Sadan stammen:

„Die kleinen Crassie(6) und Maria(5) kamen letztes Jahr aus dem Slum zu uns. Ihr Vater ist gelähmt und hat immer wieder epileptische Anfälle. Er ist deswegen unfähig zu arbeiten. Die Mutter ist schwach und kränklich, schneidet aber Garn in einem Konfektionsgeschäft und hat so ein ganz kleines Einkommen. Die Familie hat kaum zu essen. Die beiden Mädchen waren unterernährt und untergewichtig. Die Familie lebt in einem Hüttchen an einem Abfallberg, ohne Wasseranschluss, Toilette und Abwasserentsorgung. Das Dach des Hauses ist undicht. Die Gegend ist voll von Drogensüchtigen und Trinkern, insgesamt kein sicheres Umfeld für Mädchen. Als der Pfarrer unserer Gemeinde Kenntnis von dieser misslichen Situation bekam, vermittelte er sie mit Zustimmung der Eltern zu uns. Sie wurden uns in lumpiger Kleidung und mit traurigen Augen gebracht. Ihr großer Traum war, einmal eine richtige Mahlzeit essen zu können und vielleicht sogar in eine Schule gehen zu können. Anfangs hatte Maria noch die Gewohnheit, Schlamm, Haare und Abfälle zu essen, wenn sie Hunger bekam, wie sie es zu Hause gewohnt war. Das Erste, was wir zu tun hatten, war, für eine medizinische Versorgung zu sorgen. Mit zunehmender Behandlung gaben sie diese Gewohnheiten auf. Und es ist erstaunlich, wie schnell sie sich bald in unserer Gemeinschaft heimisch gefühlt haben. Inzwischen sind sie voller Leben, wachsen und sind glücklich…
Wenn wir auf das zu Ende gehende Jahr zurückschauen, dann erheben sich unsere Gedanken in tiefer Freude und Dankbarkeit zu Gott für die vielfältigen Segnungen und Wohltaten, die wir durch jeden von EUCH, LIEBE FREUNDE, erfahren durften und die uns geholfen haben, mutig unseren Weg durch Gestrüpp, Dornen und Steine zu gehen.“


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